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Wenn das Herz mir schwerer schlägt im Leide, zäh sich regt, kaum vor und kaum zurück, oder wenn es überfließt vor Freude, überquilt und übergeht vor Glück, dann ist alles das Musik in meiner Seele, Lied des Lebens, klang- und farbenreich, und dann will ich dieses Lied auch hören, mich berühren lassen, offen sein und weich … … wenn es schwingt und klingt, es singt und stimmt in mir, meine Seele summt ganz unvermummt von Dir. Deines Liedes Klang fließt das Herz mir lang, von traurig bis froh, do re mi fa sol la si do. Wenn die Tränen fließen woll‘n in Trauer, wird das Lied ganz leise, klingt fast aus. Wenn die Wut mich packt, dann tönt es lauter, geh ich auf und komm aus mir heraus. Und auch das ist dann Musik in meiner Seele, Lied des Lebens, andersfarbig reich. Und auch dieses Lied will ich dann hören. Wie es auch klingt, ich lausche ihm gleich … … wenn es schwingt und klingt … Selbst unendlich zarte Zwischentöne, die sich sinnlichem Fassen entzieh’n, die unhörbar, zwischen allen Zeilen, wie ein Schatten an uns vorbei flieh’n; ja, auch die sind doch Musik, Musik der Seele, stilles Lied des Lebens, und so weich. Wie sehr sehne ich mich, dieses Lied zu spüren! Wie sehr macht dies Lied mein Leben jetzt schon reich!